Aktuelles Projektbeispiel: TROCHANTER BRACE |
Problem:Ein knöcherner Muskelansatz (Trochanter major) an der Hüfte muss bei verschiedenen Hüftprothesen-Operationen abgelöst werden oder bricht ungewollt während der Operation ab und muss wieder fixiert werden. Am knöchernen Muskelansatz bestehen hohe Zugkräfte, die die Anheilung häufig erschweren oder gar verhindern. Die vorhandenen Implantate haben eine hohe Versager-Quote (Knochen heilt nicht und macht Schmerzen) oder stören die Patienten ausgeprägt. |
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Entwicklungsstufe Nr. 1 – die erste Generation:Ein erstes Modell wird manuell gefertigt und mit einer Entwickler-Firma entstehen erste CAD – Entwürfe (3-dimensionale Computer-Modelle). Alle Aktivitäten mit dem externen Partner werden durch ein Non-Disclosure-Aggreement abgesichert. Weiterentwicklung der Platte auf der Basis des ersten Entwurfes. Biomechanische Tests mit einem einfachen Prototyp zeigen eine Überlegenheit des neuen Implantates gegenüber den bekannten Produkten. |
Patentierung, Marktanalyse und Partnersuche:Zunächst wurde eine professionelle Patentrecherche durchgeführt und analysiert, inwiefern es bereits Erfindungen respektive Erfindungen gibt, die schon gleicher oder ähnlicher Natur sind. Eine bereits bestehende Patentschrift auf die Erfindung wurde erneuert und in vielerlei Hinsicht verbessert. Zeichnungen wurden angefertigt, die alle relevanten Varianten ebenfalls in den Schutz mit einbeziehen. |
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Danach wurde eine Marktanalyse durchgeführt, insbesondere hinsichtlich das Marktpotenzials und bestimmter Konkurrenzprodukte, die bereits am Markt vorhanden sind. Trotz der Tatsache, dass es weltweit mehr als 200'000 Operationen gibt, in denen eine Trochanterplatte eingesetzt werden könnte, werden von den bestehenden Produkten in diesem Segment lediglich rund 15'000 jährlich verkauft. Die restlichen Eingriffe werden mit „selbstgestrickten“ Lösungen der Ärzte durchgeführt. Das zeigt deutlich, dass es noch keine akzeptierte Lösung gibt, die den Patienten und Ärzten einen deutlichen Mehrwert und Nutzen bringt. Gemeinsam mit dem Institut für Rapid Prototyping in St. Gallen wurden Prototypen erstellt und das Design des Implantates optimiert und entsprechend angepasst. Parallel dazu wird ein Partner gesucht, der im relevanten Marktsegment tätig ist. Die Aufgabe des Partners sollte zum einen die serielle Fertigung der Produkte und zum anderen der möglichst weitläufige Vertrieb mit optimalerweise einem eigenen internationalen Vertriebsnetz oder Distributionspartnern sein. |
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Zweite Entwicklungsstufe – die 2. bis 4. (aktuelle) Generation:An einer deutschen Universität wurde die Finite-Elemente-Analyse durchgeführt. Nach dieser Testreihe wurde dann das Design der Platte für die serielle Fertigung von Prototypen angepasst. In der letzten Testphase wurde die biomechanische Testung an einem externen Institut in Deutschland durchgeführt. Hier werden die Eigenschaften der Platte unter einer laufenden Belastung getestet und aufgezeichnet. Zum Vergleich werden ein oder mehrere Konkurrenzimplantate getestet, deren Vergleichswerte dann die Vorteile und Zusatznutzen des eigenen Implantates explizit aufzeigt.
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